Archiv für September 2006
ICL Conference Villach 3.Tag
Heute ist das Niveau glücklicherweise etwas höher. Die Vorträge in der Technik Session sind recht gut, aber meist nichts für uns.
Es gab ein paar gute Sessions zum Mobil Learning, aber ich sehe da wirklich noch keine gute Anwendung. Die Technik war diesmal aber interessant. Danach kam mal wieder ein Content-Tool (wie viel denn noch und alle schlecht) und ein Vortrag über die Mondlandung (Virtuell) und über Plagiate. Eine ganz interessante Seite ist das eduWaver Projekt. Es ist ne Mischung aus einem Repository, einem Kursbilder und factory. Schreckliche Webseite, aber das Handbuch ist gut.
Noch ein paar Worte zu den Vorträgen. Es fallen hier echt viele Sessions aus. Ich bin extra früh aufgestanden und wollte Baumgartner sehen, aber er war nicht da. Die Session von Cocoon ist auch ausgefallen und jemand anderes ist früher abgereist und hat einfach Papers hingelegt. Wenn die Session nicht ausfällt, dann ist oft der Speaker nur Ersatz und manchmal sind die Projekte veraltet bzw. gibt es nicht mehr. Man kann diese Veranstaltung wirklich nicht als Infoveranstaltung sehen, sondern eher als Präsentation und um sich vorzustellen bzw. um Leute kennenzulernen.
ICL Conference Villach 2.Tag
Also jetzt mal ein paar Eindrücke vom zweiten Tag. Die Konferenz ist gut organisiert und schön gelegen. Villach hat einen Technologiepark mit einer grossen Anzahl gut ausgestatteter Hörsääle, leider etwas ausserhalb gelegen. Der Bus braucht ca. 15 Minuten und fährt zweimal die Stunde.
Der Vortrg über Web 3.0 und RDF war leider das einzige Highlight an diesem Tag. Alle anderen Voträge hatten leider kein ansprechendes Niveau und waren teilweise enttäuschend. Im Vergleich zu uns, kann man mal wieder sehen, wie weit wir sind.
Mein Vortrag war in der zweiten Session mit 6 anderen Rednern. Die Session war sehr gut besucht, ich denke es waren knapp 40 Leute. Zur Info: Es gibt hier 5-6 parallele Sessions und ungefähr 180 Teilnehmer. Ich hatte Glück, da ich als driiter Redner dran war und da alle noch wach waren. Der Vortrag über oncampus-factory kam sehr gut an. Langer Applaus, paar Fragen zu den Kosten und alle Flyer wurden sehr dankend genommen. Nächstes mal brauchen wir mehr Flyer un eine Visitenkarte dran, oder so.
Leider konnte keiner direkt nach der Session mit mir sprechen, da alle danach überzogen haben und so langweilig waren, dass zum Ende nur noch 4 Leute im Saal sassen.
Alle Vorträge am nachmittag waren, wie schon gesagt, nicht erwähnswert.
Abends sind Guido, Markus (Frauenhofer Institut) und ich noch weg gegangen. Das Nachtleben in Villach ist wirklich nicht schlecht und es gibt mehr als eine gute Location. Fotos folgen später, ich hab leider das USB Kabel vergessen.
Web 3.0
Sitze gerade in einem sehr guten Vortrag vom W3C Consortium über die Zukunft des Webs. Ein schöner Satz von Tim Barners Lee war dabei, der frei übersetzt bedeutet: „Wer heute noch nicht Web 2.0 begriffen hat, sollte eigentlich direkt zu Web 3.0 gehen.“ Erinnert mich stark an oncampus, aber das hatten wir ja schon einmal:-)
Ich denke das Web 3.0 ein wirklich schlechter Name für das neue Internet ist. Viele werden Semantisches Web mit Web 3.0 gleich setzen, aber das wird nicht die Wahrheit sein. Die Schlüsseltechnologie dazu könnte RDF sein. Massimo Marchiori vom MIT (der Redner) meinte, dass nur 10 Leute auf der Welt bisher begriffen haben was RDF bedeutet. Ich kann dazu nur sagen, dass E-Learning noch einen langen, sehr langen Weg vor sich hat und wir gerade am Beginn sind, Informationen verständlich aufzuarbeiten. Da gibt es noch tausende von Möglichkeiten, über Metadaten, Ornitologien, Taxonomien etc. A lot of stuff…
Gruss und wech
Noch zwei Autorentools
In der dritten Session wurde ein e-Content Tool vom Frauenhofer Institut vorgestellt. Die Webseite dazu ist:
Die Webseite ist so gut wie das Tool und die last update Funktion sagt alles. Warum haben solche Leute eigentlich kein Interesse an Factory?
Ein anderes wirklich interessantes Programm ist Cocoon. Die machen hier viel Werbung und haben am Freitag eine Session. Das sollte man sich unbedingt anschauen.
Die sind echte Konkurrenz, denke ich.
E-Learning 0.5 im Jahr 2006!
Ich bin manchmal entsetzt, was im Jahre 2006 noch als Innovation verkauft wird. Eine Frau von einer englischen Uni stellte ein Multimedia Development Package vor, mit dessen Hilfe Sie e-content für distance learning entwickeln. Sie machen nichts anderes als eine Vorlesung aufzunehmen (Video + Audio) und anschließend synchronisieren sie die Powerpoint-Folien mit dem gesprochenen Wort (nur damit! Der Dozent ist nicht zu sehen). Sie brauchen für 1 Stunde Vorlesung ca. 100 Stunden Arbeitsaufwand! Diese Multimedia-Vorlesungen werden anschließend auf CD-ROM an die Fern-Studierenden verteilt.
Ähnliche Ansätze konnte man auch schon 1999 auf E-Learning-Tagungen bestaunen.
Ich befürchte, die Frau hatte noch nie etwas von Lecturnity gehört. Jemand der damit fit ist, erstellt eine ähnliche „Multimedia-Anwendung“ in drei Stunden.
ICL Conference Villach 1.Tag
Es ist geschafft und nach einer etwas abenteuerlichen Anfahrt sind Guido und ich in Villach angekommen. Zuerst haben wir die WLANs konfiguriert und jetzt sitze ich bei der Open Content Session im Audimax im Technologiepark von Villach. Es sind ca. 200 Teilnehmer hier und die Konferenzsprache ist englisch. Es gibt meist vier parallele Sessions und jeder Vortrag einer Session (meist drei) ist dann ca. 30 Minuten lang.
Beim ersten Vortrag ging es um Open Content bei der Unesco. Die Unesco arbeitet dort mit dem MIT, Africa Open University und weiteren globalen Playern zusammen. Die Projektseite zeigt da mehr:
http://www.unesco.org/iiep/virtualuniversity/home.php
Vielleicht wäre es ja gut der Unesco unsere beiden KomNetze Module anzubieten?
Jetzt läuft die Telstra Session, aber sie ist nicht sehr interessant.



