Online by Nature

Archiv für November 2007

LMS Market Share – Der Guild Research 360° Report

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Rund 2.200 LMS Benutzer wurden in den USA nach Ihrem Learning Managment System gefragt und wie zufrieden sie wären. Der Guild Research Report gibt uns einige interessante Zahlen und Fakten. So ist Blackboard mit knapp 70% Verbreitung der klare Marktführer im Education Bereich, aber mit 36% kommt Moodle schnell näher. Anscheinend haben viele Hochschulen mehrere Systeme installiert, sonst wäre die Gesamtzahl nicht über 100%.

Schaut man sich die Kundenzufriedenheit beider Systeme einmal genauer an, so ist das Ergebnis für Blackboard eher ernüchternd, obwohl die Umfrage in Amerika gemacht wurde.

Was bedeutet das für die Hochschulen? Moodle hat sich als feste zweite Kraft im LMS Markt etabliert und besticht durch eine sehr hohe Kundenzufriedenheit. Das kann ich nur bestätigen, denn bei unserer Umstellung gab es fast nur positive Kommentare zu Moodle. OSS hat sich in den Hochschulen etabliert und Moodle ist auch in den USA ein großer Erfolg. Mal sehen was übermorgen auf der Online Educa berichtet wird. Letztes Jahr waren Moodle und OSS große Themen.

Geschrieben von onlinebynature

November 26, 2007 um 1:09

A True Story about LMS Migration from the Commercial Blackboard Environment to OSS Moodle

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So heisst mein Vortrag auf der Online Educa nächste Woche in Berlin. Ich werde am Freitag um 16:30 Uhr (was für eine unchristliche Zeit für einen Vortrag) im Raum Charlottenburg I von unserem Projekt der Blackboard durch Moodle Ablösung berichten und von den Erfahrungen erzählen. Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Projekt und die Technik, als auch die Akzeptanz der Anwender haben wir gut gemeistert. Es sind natürlich sehr viele Fragen aufgetaucht, mit denen wir überhaupt nicht gerechnet haben, aber es aren keine wirklich gravierenden Probleme.

Wer Interesse an dem Thema hat, kann gerne vorbeikommen und diskutieren. An einem Freitag Nachmittag muss man ja ein bisschen Werbung machen.

Die Präsentation werde ich nächste Woche hier veröffentlichen und von meinen Treffen mit der E-Learning Welt berichten. Ganz heisse Themen werden für mich sein: Repositories, Open Source, Synchrone Kommunikation und natürlich Open Content. Ich freue mich viele alte Bekannte zu treffen und wer mich treffen will, kennt ja meine Kontaktdaten.

Geschrieben von onlinebynature

November 23, 2007 um 11:59

RFID was ist das?

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Die schönsten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Ich habe eben meinen neuen Reisepass erhalten, um damit in das Land der Freiheit (das soll immer noch die USA sein) reisen zu können. Der Pass ist noch der „alte“ ePass, d.h. nur mit biometrischem Foto aber noch ohne Fingerabdrücke. Ich fragte dann die nette Frau auf dem Amt, ob der Pass mit RFID wäre. Das war wohl zuviel.

„RFID? Was ist denn das?“

Ich sagte dann: „Na der Chip wo die Daten gespeichert sind.“

„RFID? Hab ich nie gehört. Ja da sind alle Daten gespeichert. Das geht jetzt alles elektronisch.“

Wunderbar, denke ich dann. Wenn alle Einwohnermeldeämter, Zollstellen und Flughäfen diese Sachkompetenz haben, fühl ich mich auch gleich viel sicherer.

Geschrieben von onlinebynature

November 19, 2007 um 3:23

Veröffentlicht in Medienkompetenz, Reisen

Geheime Emoticons in Skype

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Viele Programme haben ja nicht dokumentierte Features. So auch mein Lieblings Instant Messenger Skype. Es gibt bei Skype acht nein mindestens neun undokumentierte Emoticons.

Skype Emoticons

Einer fehlt bei dieser Übersicht. Vielleicht findet Ihr es ja heraus. Der Name Emoticon wurde übrigens schon 1982 erfunden. Nicht verwechseln sollte man den Begriff mit den grafischen Smileys. Da ist Urheberrecht drauf und wurden von einem Grafiker im Jahr 1963 erfunden. Er hat aber vergessen das Zeichen zu schützen, daher ist ein schlauer geschäftstüchtiger Journalist 1971 Millionär geworden. Ja so gerecht ist das Urheberrecht.

Geschrieben von onlinebynature

November 16, 2007 um 10:29

Veröffentlicht in Tools, Webdevelopment

Blackle statt Google – Wie man auch Strom sparen kann

mit 7 Kommentaren

Beim Computer kann man Strom einsparen, das wissen wir alle. Es gibt viele Ansätze, z.B. die Festplatten runterfahren, den Bildschirmschoner ausschalten oder die CPU auf minimal laufen zu lassen. Ein amerikanischer Blogger hat jetzt entdeckt, dass man auch beim googeln Strom sparen kann, denn ein weisser Bildschirm verbraucht ca. 74 Watt, ein schwarzer dagegen nur 59 Watt. Würde die berühmteste weisse Seite in der Welt schwarz werden könnte also erheblich Energie eingespart werden. Man geht dabei von ca. 750 Megawatt pro Jahr aus, was imho sehr viel ist.

Blackle

Daraufhin wurde also eine schwarze Google-Seite ins Netz gestellt und jede Suchanfrage greift auf das richtige Google zu, aber halt mit schwarzem Hintergrund. Das Projekt wurde sinngemäß Blackle genannt. Also helft Energie sparen und nutzt Blackle. Ist aber sehr ungewohnt am Anfang und die Bildschirm-Ergonomen würden fluchen.

Geschrieben von onlinebynature

November 9, 2007 um 10:53

Veröffentlicht in Medienkompetenz, Tools

Zeitumfang von E-Learning Content

mit 2 Kommentaren

In den letzten Wochen hab ich mir eine Menge Gedanken zum Umfang von E-Learning Content gemacht. Wie lang sollte eine Lerneinheit sein und wie ist der Aufbau?

Die Aufmerksamkeitsspanne eines Lerners soll angeblich zwischen 10-20 Min. sein. Wenn das wahr ist, darf dann eine Lerneinheit auch nur diesen Umfang haben? Ist es dem Lerner nicht zuzumuten selbständig Pausen einzulegen?

Die Gesellschaft tendiert dazu immer kürzere Aufmerksamkeitsspannen zu haben. Schaut man sich das TV Programm einmal an, findet man schnell Bestätigungen. Früher waren Filme 90 Min. lang und ohne Werbeunterbrechung, heute sind die Sitcoms und Daily Soaps selten länger als 30 Min. und wenn man dann die Filmchen auf YouTube sieht, ahnt man, was die Zukunft bringen kann. Schüler haben Probleme 45 Min. in der Schule still zu sitzen aber eine Vorlesung an der Hochschule dauert 90 Min.

Das Internet fördert dieses Phänomen, da das Lesen am Bildschirm schnell ermüdet. Man verliert auch schnell den roten Faden, da Material oft mit Hyperlinks versehen ist, und der Lerner sich in den Weiten des Internets verliert.

Wie soll man aber anspruchsvollen Content in max. 20 Min. vermitteln? Auf Schulniveau ist das wahrscheinlich noch möglich, aber in der beruflichen Weiterbildung stößt man da an Grenzen. Im meinem Kurs Medienkompetenz waren die Lerneinheiten ca. 5 Stunden lang, aber mit Vertiefungsmaterial konnten es auch 30 Stunden werden. Oft sind die Lerner aber nicht bereit, so viel Zeit zu investieren. Wissen zu erlangen kostet aber Zeit und oft auch Mühe und das ist ein Widerspruch. Viele sind dazu nicht bereit, vor allem die Unternehmen. Sie wollen ihre Mitarbeiter kurz an einem Tag schulen oder noch schlimmer, sie geben zu einem Thema eine 10-20 Min. langes E-Learning Objekt und der Mitarbeiter soll es schnell durcharbeiten.

Tools wie Powerpoint oder auch Rapid E-Learning Tools unterstützen diesen Ansatz. Ist die Zukunft oder der Sinn von E-Learning Content in diesen kurzen Happen, oder kann auch aufwendiger Content geschaffen werden? Beim Bundesleitprojekt Virtuelle Fachhochschule haben wir Kurse mit jeweils 150 Stunden Lernaufwand erstellt und ein Learning Object hatte dabei einen Zeitumfang von bis zu 30 Stunden. Inzwischen sind mehr als 1400 Studierende in diesen Online-Studiengängen eingeschrieben und lernen sehr erfolgreich. Anscheinend ist es dann also doch möglich, größere Lerneinheiten anzubieten.

Natürlich kommt es immer auf den Kunden an, was er braucht und wünscht. Einen allgemeinen Ansatz gibt es nicht. Der Trend, dass die Aufmerksamkeitsspanne sinkt und Wissen in 10 Min. Häppchen serviert werden sollte, ist aber bedenklich.

Geschrieben von onlinebynature

November 8, 2007 um 10:29

Es geht auch ohne DRM – Radiohead beweist es

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Zugegeben ich bin kein großer Fan von der britischen Musikgruppe Radiohead aber noch viel weniger von DRM. Dies Digital Rights Management ermöglicht der Musikindustrie, das jedes abspielen und kopieren kontrolliert werden kann. Das ist gut für die MI aber schlecht für uns Verbraucher, den wer will denn nicht mal einen Sampler für seine Freundin zusammenstellen, oder eine Kopie seiner Lieblings-CD fürs Auto kopieren? Alles nicht mehr möglich, dank DRM!

Das tolle an dem Universalmedium Internet ist es, dass hier jeder sehr schnell sehr viel und das auch noch sehr effektiv machen kann. Daher haben sich Radiohead gesagt, wir brauchen die Musikindustrie nicht, sondern wir stellen unser neues Album „In Rainbows“ einfach kostenfrei ins Netz und wer es kopieren will, der darf und wer bezahlen will, der kann. Das wahre Fans ewas für ehrliche Musik zu bezahlen bereit sind, hat dieser Versuch gezeigt. Angeblich hat jeder Raubkopierer Downloader im Schnitt 5,70 Euro für das Album freiwillig bezahlt. Das ist bestimmt ein fairer Preis, aber ob das Prinzip wirklich funktioniert, darf angezweifelt werden. Immerhin sind Radiohead Superstars. Das neue Album war auf den ersten 10 Plätzen der Single Charts bei laut.fm und die Nachricht des Projektes ging um die ganze Welt.

Es ist aber definitiv ein Zeichen, was der Musikindustrie zeigt, dass es auch anders gehen kann. Kostenlose Musik, die nicht kopiergeschützt ist.

Was wunderschön an dem Gedanken ist, was würde passieren, wenn der neue Harry Potter auch mal Open-Content wäre…?

Geschrieben von onlinebynature

November 7, 2007 um 12:26

Veröffentlicht in Open Content