Online by Nature

Archiv für August 2010

iPad – erste Eindrücke

mit 9 Kommentaren

Heute war ein großer Tag, wir haben das iPad bekommen und uns natürlich sofort darauf gestürzt und getestet. Ich will jetzt einmal ganz kurz und schnell vor dem Wochenende meine ersten subjektiven Eindrücke runterschreiben und was die Kollegen gesagt haben.

Zuerst einmal vorneweg, wir sind eine reine Windows-Organisation und kein Mitarbeiter ist Apple Fan. Wir wollen alle arbeiten und das ohne Probleme und Hindernisse und wir sind auch alle sehr offen gegenüber Open Source, offenen Schnittstellen und wir versuchen immer alle Plattformen zu unterstützen, was aber natürlich nicht immer klappen kann. Unsere Lernmodule laufen dank Flash und XHTML auf allen Plattformen, dennoch sprechen wir offiziell nur von Windows-Unterstützung. Das müssen wir schon alleine wegen der Ressourcen machen, da wir uns hier nicht noch 4 PCs mit Apple, Linux, Android und Opera, Firefox, Safari hinstellen können.

Erster Eindruck

Das iPad sieht wirklich schick aus. Das Display ist sehr gut und zeigt HD-Movies kristallklar. Der einzige Anschluss ist das Docking-Kabel und dann gibt es noch Tasten für die Lautstärke und zum locken des Displays. Das Display spiegelt jedoch sehr stark und kann bestimmt nicht bei Sonne abgelesen werden. Meine ersten Freifeldversuche waren bei bedecktem Himmel und da war alles gut zu erkennen, jedoch bei Sonne ging gar nix. Ich bezweifel sehr stark, dass ich im Freibad eBooks lesen kann oder vernünftig surfen. Das Gewicht ist auch größer als vermutet. Ich hatte schon nach 10 Minuten erste Probleme mit meinem Handgelenk und zum lesen oder Filme betrachten fehlt ein eingebauter Ständer (das 1und1-Pad hat so nen Ständer, bei Apple gibt es den bestimmt zum nachkaufen). Man hat auch immer das Gefühl das iPad rutscht aus der Hand, da die Rückseite sehr glatt ist. Einen sehr positiven Eindruck hat die Tastatur hinterlassen, die wirklich groß und treffsicher ist. Allerdings ist dann der Bildschirm zu klein um größere Texte schreiben zu können. Der eingebaute Lautsprecher ist auch sehr gut und macht auch bei größerer Lautstärke einen guten Eindruck. Richtig laut ist er allerdings nicht, dafür gibt es dann wohl Extra-Boxen über die Docking-Station.

Die Software

Es ist halt Apple und das ist für nen Windows-User zuerst einmal fremd. Der Anschluss ans WLAN der FH Lübeck ist genial einfach und natürlich konnte man sofort loslegen. Safari starten und ab ins Internet war in 2 Minuten erledigt und die ersten Webseiten kamen gestochen scharf rüber. Was aber sofort gestört hat, ist das fehlende Multitasking. Mehrere Webseiten kann man zwar öffnen, aber iTunes und iPod nebeneinander geht nicht. Zwischen einzelnen Anwendungen wechseln geht gar nicht. Das hat jeden Mitarbeiter gestört und teilweise zur Verzweiflung gebracht. Das nächste Problem war dann Flash. Zwar kann man YouTube Videos dank dem passenden App anschauen (auch in Webseiten) aber die ARD/ZDF-Mediathek geht gar nicht und natürlich unsere Lernmodule auch nicht. Der Hinweis in Safari, man solle doch das Flash-Plugin installieren, ist natürlich ein Witz, wenn man die Hintergrundstory zu dem Adobe-Apple-Streit kennt. Andere Video-Webseiten gehen auch nicht, z.B. ClipFish (Flash-Plugin) und MyVideo (gar keine Fehlerangabe) dagegen hat Vimeo funktioniert. Benutzt Vimeo HTML5? Ich war erstaunt.

Was natürlich uns “Arbeiter” interessiert, ging irgendwie alles nicht so einfach. PDF-Files kann man öffnen, aber nicht speichern (dafür gibt es bestimmt ne App). Bei Word und Powerpoint sieht es ähnlich aus, aber wer editiert Office-Dokumente auf dem iPad? Wikis zu editieren war wegen der großen Tastatur auch nicht so einfach. Videos, Bilder und Musik hingegen funktioniert sofort, wenn man denn iTunes mag.

Kleines Fazit

Ich will jetzt nicht über die Philosophie von Apple lästern, denn darum geht es beim iPad nicht. Entweder man findet die Usability gut, oder man ignoriert Apple. Allerdings haben wirklich alle Mitarbeiter gesagt, dass sie kein Verständnis haben für den fehlenden USB-Anschluss, bzw. dem fehlenden SD-Card Slot. Wie soll man Daten auf das iPad ohne iTunes transportieren? Dafür ist natürlich iTunes entwickelt worden, jedoch hat jeder Mitarbeiter Angst davor, dass Apple weiss, welche Mediendateien man besitzt. Wieso wird eigentlich täglich über Googles StreetView diskutiert, wenn der richtige Datensammler Apple heisst? Es ist auch nicht hinnehmbar, dass man nur mit einer Kreditkarte den iTunes-Store benutzen kann. Ich weiss das einen Weg gibt, auch ohne Karte “einzukaufen”, doch dieser Workaround ist sehr gut versteckt und eigentlich keine Lösung (Apple Fans werden jetzt widersprechen, dafür ist das Kommentarfeld unten da :-) ). Das eine Webcam fehlt, muss auch noch erwähnt werden, aber auch das iPhone hat drei Versionen für die MMS und den Kompass gebraucht. Apple braucht auch gute Verkaufsargumente für die zweite Generation, das wäre einer.

Allgemeine Meinung

Alle waren neugierig und kurz danach enttäuscht! So könnte man schnell alle Meinungen zusammenfassen. Von “nette Spielerei”, “unnützlich” bis zu “Datensammler” und “ohne USB und SD-Card unbrauchbar” waren alle negativen Meinungen vertreten. Wirklich positiv hat bisher keiner vom iPad gesprochen. Teilweise waren die Meinungen nach 3 Minuten vernichtend. 500 Euro für ein Gerät, was weder Flash unterstützt noch USB und Webcam hat, ist schon eine Hausnummer. Ich habe jedoch eine etwas andere Meinung, denn ich denke, das Pad wird seine Vorteile eher im Alltagsgebrauch ausspielen. Es wird TV Zeitschrift, Laptop, Küchenuhr und Kochbuch ersetzen. Ob es zum lesen und lernen taugt, muss ich jetzt schon bezweifeln. Dafür ist das Gerät imho zu schwer und das Display zu spiegelnd. Wie es sich im Alltagstest bewährt, werde ich wohl in 2-3 Wochen berichten können. Für mich persönlich, hat sich meine Meinung über Apple jedoch bekräftigt. Ich halte gar nichts von der Usability und der Geschäftspolitik, muss aber bewundersnwert eingestehen, dass das Gerschäftsmodell von Apple fantastisch ist. Das ist die perfekte Gelddruckmaschine und selbst ich kauf Apps. Daher freue ich mich jetzt schon auf das WePad, was Flash und SD Card und USB hat.

Fortsetzung folgt…

Geschrieben von onlinebynature

August 20, 2010 um 4:11 nachmittags

Veröffentlicht in Medienkompetenz, Mobile Learning

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1.BarCamp in Kiel – Ein Rückblick

mit 3 Kommentaren

Letzten Freitag war ich zum ersten mal auf einem BarCamp und komischerweise, war dies auch gleichzeitig das erste BarCamp in Kiel, also zwei Premieren auf einer Veranstaltung :-)

Hier meine Eindrücke und mein Fazit in kurzen Worten:

Was ist ein BarCamp?

Das habe ich mich auch gefragt und bin teilweise neugierig und teilweise nervös nach Kiel gefahren, gespannt auf das was mich dort erwartet. Ein BarCamp kann man auch als Un-Konferenz betrachten, wurde mir gesagt, d.h. keiner weiss was passiert und wann. Das es doch nicht chaotisch wurde, war mir dann sehr schnell klar. In der ersten Stunde hat jeder Teilnehmer (zu diesem Zeitpunkt ca. 80 Personen) sich kurz vorgestellt und seine Tags (Interessen) genannt und ob er eine Session zu einem Tag anbietet. Das ging ganz schnell “Hallo ich bin der Andreas und meine Tags sind E-Learning, Medienkompetenz und Blogs und zum Thema E-Learning, speziell Moodle könnte ich auch eine Session anbieten.” Danach wurd in die Runde gefragt wer auch Interesse an Moodle hat und dann wurde ein Pappschild in den Sessionplaner gepickt (ja richtig, nix Wiki, Virtual Classroom oder iPhoneApp, sondern ganz old School Papier mit Nadel). Danach ging man in die Session seines Interesses oder man setzte sich an die Bar und plauderte mit anderen “Campern” über Google StreetView, Netzpolitik, eBooks oder über Spaniens glücklichen WM Sieg:-)

Die Organisation

Was soll ich sagen. Ich fand die Organisation nahezu perfekt. Ich weiss nicht bei wem ich mich bedanken muss, aber hiermit sei es ganz offiziell getan. Vielen Dank für die Location im Wissenschaftszentrum (da könnte sich Lübeck ein Beispiel nehmen) und vor allem für den tollen Sonnenuntergang an der Förde beim Jour Fitz. Danke für das Essen, die Beamer, das WLAN, das Trinken, den Sessionplaner, die Gummibärchen und großen Dank an die Sponsoren, denn das alles war umsonst.

Die Teilnehmer

Ich denke es war alles vertreten, was irgendwie mit dem Web zu tun hat und Interesse daran hat. Es waren Entwickler dort, Lehrer und Dozenten, Studenten, Networker, Hacker, Grafiker, Flasher, Medienproduzenten, Autoren, Verleger, Journalisten, Blogger etc. Was alle verbunden hat, war eine Offenheit, die vielleicht aus dem Netz kommt und die alle Internet-Enthusiasten verbindet. Ich fand alle Leute dort sehr nett und kam sehr schnell in interessante Gespräche.

Die Sessions

Die Sessions waren erstaunlicherweise sehr hochwertig. Ich hatte zuerst gedacht, dass diese sehr unvorbereitet ablaufen und daher nicht sehr tief sind und auch bei einer Länge von ca. 40 Minuten gar keine so hohe Qualität bringen können. Das meine Annahme falsch war, hab ich schon beim ersten Vortrag mitbekommen. Dort ging es um den iTunes Store und wie man dort eBooks vertreiben könnte. Es wurden sehr viele gute Hintergrundinfos in einer erstaunlichen Offenheit erzählt. Das hat wirklich Spaß gemacht und war hochinteressant. Meine anderen Sessions über Scrum und eBook Formate waren auch sehr gut, leider fand ich meine eigene Session über Moodle nicht so gut gelungen. Ein bißchen Selbstkritik muss hier sein. Das kommt wahrscheinlich daher, dass ich einen Lernraum wie Moodle nach 8 Jahren E-Learning genauso spannend finde, wie ein Office Produkt :-) Für andere ist dies jedoch neu und daran sollte man als Redner auch immer denken.

Fazit

Zuerst muss ich mich entschuldigen, denn ich war leider nur am Freitag auf dem BarCamp. Das lag nicht daran, dass es mir nicht gefallen hat. Es lag schlicht am Wetter, denn ich war mit meinem Moped in Kiel und am Samstag hatte es in ganz Schleswig-Holstein Unwetter gegeben und auf Zug fahren, hatte ich keine Lust. Warum kenne ich als Lübecker eigentlich keine Kieler? Das ist aber ein anderes Thema, inzwischen ist das Verhältnis zwischen Lübeck und Kiel ja noch schlimmer, als zwischen Preußen und Bayern, der Weißwurstäquator läßt grüßen.

Ich fand das BarCamp wirklich sehr gut. Mit 130 Teilnehmern hat es eine sehr gute Größe und alle Leute waren sehr nett und auch sehr interessiert. Die Veranstaltung wurde virtuell im Wiki, auf Twitter und natürlich auf Flickr begleitet. In vielen Blogs gibt es inzwischen Berichte dazu und ich bin wohl der letzte Blogger, der was schreibt. Ich finde es natürlich schade, dass es in Lübeck keine WebMontage oder BarCamps gibt, aber das liegt wohl daran, dass es bei uns nur (noch?) eine kleine Uni gibt und wir einfach nicht die Infrastruktur dafür haben. Schleswig-Holstein, ist aber auch nicht so groß, dass wir mehrere barCamps bräuchten. Wenn es ein zweites BarCamp geben sollte, bin ich auf jeden Fall dabei und ich werde keine Moodle-Session vortragen. Dazu gibt es den Norddeutschen Moodle-Stammtisch und der reicht.

Geschrieben von onlinebynature

August 19, 2010 um 9:25 vormittags

Veröffentlicht in e-Learning, Konferenzen, Medienkompetenz, Web 2.0

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Wir sind Facebook

mit 2 Kommentaren

Wir haben es geschafft und oncampus hat jetzt eine Facebook Gruppe. Natürlich haben wir den genialen “I like” – Button auf unsere Homepage gesetzt und jeder oncampus Fan, kann sich dort outen. Facebook ist das mit Abstand beliebteste Socialnetwork und hat inzwischen mehr als 500 Mio. Nutzer und jede Organisation versucht inzwischen dort präsent zu sein, mehr oder weniger erfolgreich. Wir werden dort Informationen einstellen, die auch auf unsere Webseite, dem Newsletter, im Blog oder auf YouTube zu finden sind.

Womit wir auch gleich bei den Problemen sind, denn Facebook ist gar nicht so easy und usable, wie ich immer gedacht habe. Bisher war ich von Facebook immer begeistert, denn alles ging einfach und schnell; Pinnwand Einträge, Videos verlinken, Bilder hochladen etc. Selbst die Einbindung von meinem Picasa Album, war wirklich einfach und schnell und hat mir eine Menge Arbeit erspart. Doch das Profil einer Organisation sieht nicht nur anders aus, auch die Interfaces zu den Diensten sind schwer zu konfigurieren bzw. funktionieren gar nicht.

Was mir als erstes aufgefallen ist, dass es bei einem Firmenprofil kein richtiges Profil gibt. Das bedeutet man darf sich kein Profil anlegen, mit Namen und Vornamen und Bild. Will man jedoch eine sprechende URL haben, z.B. www.facebook.de/oncampus dann geht dies (meines Wissens nach) nur über ein Profil. Allerdings kann man in einem Organsisationsprofil, ein ganz normales privates Profil anlegen und ohne Vorwarnung, wird das Organisationsprofil in ein privates Profil umgewandelt. Nun sieht man alle Dialoge nicht mehr und der Homebutton geht auf eine andere Startseite etc. Zuerst dachten wir, wir hätten das Pofil gelöscht, war aber nicht so. Es war jetzt nur in einem Untermenü versteckt und den Unterschied zwischen Organisationsprofil und privatem Profil hab ich bisher auch nicht verstanden.

Auch das einbinden des YouTube-Channels war nicht trivial. Bei YouTube gibt es einen Menüpunkt, wo man sein Facebook-Profil einbinden kann. Nach dem aktivieren hatte ich nun ein Synchronisationstatus, der nicht aufgehört hat zu “pendeln”. Zwei Tage später hatte ich dann ein YouTube-App bei Facebook gefunden. Die Facebook-App-Seite läßt sich übrigens nicht aus dem Firmenprofil aufrufen. Dort konnte ich mein YouTube-Account aktivieren. Erst als ich dies also auch auf der Facebook-Seite gemacht habe, hat sich der Status synchronisiert. Allerdings sehe ich meine YouTube Videos nicht bei Facebook und auch Bewertungen und Kommentare der Videos erscheinen nicht bei Facebook. Was mit neuen Videos ist, weiss ich noch nicht. Mein bisheriger Eindruck der Schnittstelle ist jedoch eher abschreckend.

Beim Einbinden des Blogs sah es genauso aus. Hier gab es eine WordPress-App bei Facebook, die ich auch nur schwer gefunden habe. Nach dem aktivieren ist zwar ein Facebook-Menü erschienen, aber die Funktionalität habe ich nicht erkannt. Was nun mit den Blogbeiträgen passiert ist mir ein Rätsel.

Zusammengefasst muss ich sagen, dass das Zusammenspiel der tollen Web 2.0 Dienste, wie Facebook, WordPress und YouTube immer lobend erwähnt werden, jedoch der Teufel im Detail steckt. Die Wirklichkeit schaut doch anders aus und bei meinen ganzen Versuchen hab ich eigentlich immer mehr Probleme gefunden, als Lösungen. So hat Facebook eigentlich keine guten Supportseiten und Sicherheitshinweise vor Fehlbedienungen, wie bei Windows üblich, gibt es bei Facebook gar nicht. Dabei habe ich vorher immer gelesen, dass gerade die Schnittstellen bei Facebook so vorbildlich sein sollen. Das kann ich jetzt weder bestätigen noch verneinen, jedoch sind die Anpassungen für WordPress und YouTube mangelhaft.

Geschrieben von onlinebynature

August 9, 2010 um 10:06 vormittags

Veröffentlicht in Allgemein, Tools, Web 2.0

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