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Learntec Tag 2 – E-Content Production at its Best

Wie kann man Content hochwertig produzieren und vor allem danach verwalten? Diese Frage wird leider zu wenig gestellt und diskutiert. Die meisten Hochschulen haben jetzt das Problem überhaupt E-Learning zu definieren und dann das Resultat (Lernraum, Email, PDFs, Podcasts etc.) in ihrem Institut zu etablieren. Hier geht es oft darum Finanzmittel zu akquirieren, Strukturen zu ändern oder neue Leute einzustellen.

Die Hochschulen werden diese Probleme lösen oder haben es schon, aber was kommt danach? Bei oncampus wird seit fast 10 Jahren hochwertiger Content produziert, der nachhaltig aber auch akademisch, didaktisch und ergonomisch ist. Damit steht oncampus aber fast alleine da. Die meisten Hochschulen haben keine E-Learning Abteilung mit über 30 Leuten, daher werden auf Tools gesetzt, die leicht zu bedienen sind und der Autor/Professor ist auch gleichzeitig Produzent.

Viele Anbieter, und das ist ein Trend auf der Learntec, haben sogenannte Rapid Tools im Programm, z.B. IMC oder Adobe um mal die Grossen zu nennen. Hier können Vorlesungen aufgezeichnet werden, Powerpoint Folien vertont werden und kleine Aufgaben gestellt werden.

Das Problem bei all diesen Lösungen sind die Schnittstellen. Wie verwalte ich den Content und wie kann ich den Content den Usern zur Verfügung stellen? Fast alle Institute benutzen hierfür LMS und der Trend geht wie immer zu Open-Source und wie für Deutschland zu erwarten ist, heisst das System dann Moodle. Aber warum sollte ich den Content in den Lernraum laden? Viel besser wäre es doch nur ein SCORM Manifest in das LMS zu laden, das dann auf ein Repository verlinkt. Content wird vielfach mehrfach verwendet, wenn auch oft nur von einem Dozenten in mehreren Kursen. Wenn dann Fehler im Content sind, und es sind immer Fehler da, dann muss an mehreren Stellen korrigiert werden und das ist äusserst uneffektiv. Wenn man aber ein gutes Autorentool hat, was auch eine Schnittstelle zu einem Repository hat, können viele Leuten an einer zentralen Stelle den Fehler beheben und er ist automatisch im Lernraum und somit in mehreren Kursen. Eigentlich simpel und einleuchtend.

Leider haben nur ganz wenige Firmen und Institute dies erkannt. Daher macht es dann aber umso mehr Freude, wenn man dann Software findet, die diese Möglichkeiten bietet. Neben meinem favorisierten Lernraum Sakai mit seinen vielen Schnittstellen hat inzwischen auch IMC mit dem Lernraum Clix und dem Lectornity Repository Slidestar toll nachgerüstet, auch Giunti mit Learn eXact ist dabei vertreten und natürlich darf man das Repository Hive von Harvest Road nicht vergessen. Seit gestern weiss ich auch, das Eedo ein sehr gutes Produkt namens TenForce hat und heute hatte ich eine beeindruckende Präsentation von LearnCube erhalten, Hersteller ist hier Outstart. Outstart ist erst seit einer Woche in Deutschland vertreten, hat aber weltweit über 140 Entwickler und 60 Vertriebsleute.

All diese Firmen haben eines gemeinsam, sie haben wirklich begriffen was E-Learning ist und werden bestimmt grossen Einfluss auf die zukünftigen Entwicklungen haben.

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