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Moodle 2 – Schulungsmaterial

In unserem Schulungskurs stellen wir Ihnen jetzt verschiedene Schulungsmaterialien zu der allgemeinen Nutzung von Moodle sowie zu den Neuerungen von Moodle 2.x zur Verfügung. Innerhalb des Kurses gibt es außerdem einen Bereich „Spielwiese“ – hier kann nach Belieben ausprobiert werden.
URL:     schulung.oncampus.de
Login:     teacher – teacher oder student – student

Das Kursforum wird durch den Supportdienst von oncampus betreut, so dass dieses für Fragen genutzt werden kann. Wenn Bedarf besteht, kommen wir gerne an Ihren Standort oder laden Sie nach Lübeck ein. Darüber hinaus bieten wir Ihnen flexible, ortsunabhängige Online-Schulungen in unserem virtuellen Konferenzraum Adobe Connect.  Um den Bedarf zu ermitteln und entsprechende Schulungsangebote zu planen, sind wir auf Rückmeldungen von Ihnen, den Meldepersonen und Tutoren angewiesen.
Kontakt: support@oncampus.de

Viele Grüße
Ihr oncampus-Team

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Moodle 2 – Test- und Schulungssystem steht

Es ist vollbracht. Das erste öffentliche Testsystem für Moodle 2 ist online. Das war eine wirklich lange Geburt, daher hole ich etwas aus. Zuerst könnte man meinen, dass Moodle 2 nun wirklich nicht schwer wäre zu installieren ist. Das stimmt absolut, denn so ein XAMPP lokal mit Moodle zu installieren, dauert bestimmt nicht länger als 30 Minuten, aber das ist nun leider nicht die ganze Geschichte.

Das oncampus Moodle System hat natürlich etliche Erweiterungen, Anpassungen und Schnittstellen, was das ganze viel komplizierter gestaltet. Zusätzlich ist Moodle 2 komplett neu designed und daher muss man auch viel ausprobieren und testen.

Zuerst mussten wir uns überlegen, ob wir unsere alte „Ein Moodle für Alle“-Strategie beibehalten. Die Entscheidung ging recht schnell, da wir inzwischen, schon mehrere Moodle Installationen haben und wir nun auch kleinere Projekte trennen wollen. Eine Übersicht aller Moodle Installationen gibt es in der oncampuspedia.

Wir haben dann die gesamte Moodle Intergration in Teilprobleme bzw. Arbeitspakete gegliedert. Als erstes brauchten wir ein Moodle 2 Testsystem, so dass wir alle Funktionen und Erweiterungen testen konnten. Seit gestern gibt es nun eine Liste aller Erweiterungen, die wir didaktisch sinnvoll erachten und technisch einwandfrei laufen (es gibt nur noch bei einer Erweiterung Unklarheiten und zwei liegen noch englisch vor). Beim testen und bei beim Schulungskonzept ist uns dann aufgefallen, dass wir beides verbinden könnten, daher haben wir ein offenes Schulungsmoodle 2 installiert. Bei diesem Schulungsmoodle kann sich schon jetzt jeder anmelden und schon einmal ausprobieren, wie sich ein Moodle 2 System als „Teacher“ oder als „Student“ anfüllt. Wir haben jeweils einen Account mit diesen Zugängen eingerichtet zum testen und spielen.

Das Design ist neu und fällt natürlich auf. Es ist bisher erst ein Design fertig und zwar im oncampus Layout. Wir haben schon ein sehr schönes VFH Design als Prototyp entworfen, aber das muss jetzt noch umgesetzt werden.

Gerade das Design spielt bei Moodle 2 eine wesentliche größere Rolle als vorher. Das liegt vor allem an den Mobil Devices. Inzwischen gibt es neben den bekannten Smartphones auch Tablets. Für Moodle 2 bedeutet dies, dass kein fester Header oben eingeblendet ist, damit man besser „wischen“ kann, wenn man mit Tablets surft. Für Smartphones gibt es ein Extra-Design (was wir noch nicht angepasst haben) , aber es gibt keine Extra-App. Der Ansatz einer Moodle-App ist im Moment nicht erfolgreich. Die erste App hat leider zu wenig Funktionen, außerdem wird man nie alle Erweiterungen in die App einbinden können. Moodle 2 bietet daher eine CSS-Weiche an, damit Smartphones ein anderes Layout erhalten. Der Vorteil liegt auf der Hand, denn man hat alle Funktionen immer zur Verfügung.

Die größte Änderung in Moodle 2 betrifft die Dateiverwaltung. Man hat nun „Eigene Dateien“ in Moodle 2, was den Vorteil bringt die gleichen Dateien schneller in mehrere Kurse einzubinden. Leider ist die gute Idee, schlecht umgesetzt worden. Das bringt uns jetzt zum Schulungskonzept. Jetzt nachdem endlich das erste System fertig ist, werden Schulungsmaterialien erstellt inkl. Videos. Je nach Bedarf wird es dann Schulungen über Webkonferenz bzw. direkt vor Ort geben. Unsere Erfahrung ist jedoch eher, dass die Schulungsangebote weniger genutzt werden, als erhofft. Zum Schulungskonzept folgen noch genauere Infos.

Noch ein Satz zum Update-Prozess: Unser Ziel ist es Ende Juli alles fertig zu haben. Wir werden ein neues Moodle 2 System aufsetzen, aber alle alten Kurse sollen überführt werden. Wir orientieren uns hier an anderen Hochschulen, die erfolgreich diesen Weg schon beschritten haben.

Die nächsten Schritte werden dann die Schnittstellen zum Portal und zu Adobe Connect sein und Evasys (Evaluation) und zu guter Letzt dann noch die Anbindung an das Active Directory.

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Hat Media Markt auch das Internet verschlafen?

Seit kurzem hat der Media Markt seinen Online Shop mit einer großen Kampagne eröffnet und der erste Eindruck zeigt, es lohnt sich nicht dort einzukaufen. Man wundert sich, denn vom größten Elektronik Fachmarkt Europas (immerhin fast 60.000 Angestellte, 20 Milliarden Umsatz und knapp 250 Fachmärkte) hätte man einen Online Knaller erwartet. Was heute möglich ist, zeigt täglich Amazon (34.000 Mitarbeiter und 34 Milliarden Umsatz) und hier liegt das Problem. Bei Amazon gibt es quasi alles, also Bewertungen, Kommentare, Empfehlungshinweise, History, Erinnerung usw. Dazu gibt es einen ausserordentlich guten Service und das zu Knallerpreisen und beim Mediamarkt sucht man all das vergebens. Der Shop macht einen Web 1.0 Eindruck und von innovativen neuen Ansätzen, u.a. One-Click-Buy, Social Networks, E-Books oder neuen Geschäftsmodellen wie Videothek oder Music-Flatrate fehlt jede Spur und man hat auch das Gefühl, das alles nicht gewollt sei. Man kann dies dem Media Markt auch nicht verdenken, denn die einzelnen Fachmärkte sind größtenteils selbständig und nur Teilbereiche, wie z.B. Einkauf und Marketing sind zentralisiert. Also jeder Euro, der online umgesetzt wird, ist in Konkurrenz zum lokalen Fachmarkt zu sehen. Daher hat die Metrogruppe auch gehandelt und redcoon als Online Plattform gekauft, aber diese ist auch nur geringfügig besser.

Warum beschreibe ich jetzt diesen Online Shop so ausführlich?

Wie im letzten Artikel über Disruptive Technologien am Beispiel der MyTaxi App, sieht man auch hier, dass einige Industrien das Internet völlig ignorieren oder falsch einschätzen. Man kann sagen, Media Markt ist wirklich groß und die machen alles richtig, aber das haben Nokia und Quelle auch gedacht. Im letzten Jahr hat Amazon allein an einem Tag 2.1 Millionen Pakete verschickt. Im Versandhandel findet der Umsatz inzwischen zu 2/3 online statt, was eigentlich nur zeigt, dass das Internet inzwischen im Alltag angekommen ist. Wenn aber diese „alten Industrien“ den Fortschritt (sei er gut oder schlecht) verschlafen, werden sie unglaublich schnell verschwinden. Media Markt definiert sich in den letzten Jahren fast zu 100% über den Preis. Leider hat aber Amazon fast die gleiche Preispolitik und im Gegensatz zum Media Markt, brauchen die nur ein Logistikzentrum und keine Verkäufer, auf lange Sicht ein unfairer Wettbewerb. Man wird in 5 Jahren sehen, wo der Weg vom Media Markt (und damit vieler Fachmärkte) hingehen wird, eines ist jedoch jetzt schon sicher. Dieser Weg wird hart werden und wir sehen schon jetzt, am Beispiel der Musikindustrie, dass sich vieles grundlegend ändert und Internet wird auch vor anderen Bereichen nicht stoppen, z.B. des Buchmarktes oder der Bildung.

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Disruptive Technologien – die MyTaxi App

Lange nichts mehr gebloggt, aber ich hoffe dies Jahr wird es mal wieder besser. In der Kürze liegt die Würze, daher hier ganz schenll ein paar Gedanken zur „Veränderung“. In den letzten Wochen hab ich etliche Artikel über disruptive Technologien bzw. Innovationen gelesen. Das Jahr 2011 war z.B. das Jahr des Smartphones und 2012 wird sicherlich fast jedes neue Mobilgerät ein Smartphone werden und 4 Jahre später gibt es dann plötzlich keine Handys mehr. Das geht ganz schnell und Schwups ist man weg. Das gleiche haben auch Postkutschen bei der Erfindung des Autos erlebt oder die Musikindustrie als es plötzlich Napster gab. Berufe sind da auch nicht verschont, oder denkt noch heute jemand, dass seine Schuhe in Deutschland produziert werden?

Internet ändert alles!

In der Zeit war gestern wieder ein solch ein Beispiel, wo man nur mit dem Kopf schütteln kann. Die App „MyTaxi“ verändert gerade die Welt der Taxiunternehmen. In Hamburg, Berlin und München ist sie schon allgegenwärtig und ersetzt „knallhart“ die Taxizentralen, dennoch meint Herr Waldner auf Seite 3 „Apps werden die Szene verändern, aber eine Nische bleiben“. Das könnte wieder ein typisches Beispiel werden einer klassischen Fehleinschätzung. Ich vermute, dass es in 3-5 Jahren keine Taxizentralen mehr geben wird und sie einfach durch einen Webservice ersetzt werden. Die ältere Generation glaubt das nicht und die Jugend wird fragen „Was sind denn Taxizentralen? Hey hier ist meine MyTaxi App – voll krass einfach“.

Hinter MyTaxi stehen im übrigen mit Daimler und Telekom zwei Schlachtschiffe der Großindustrie mit ihrem Venture-Kapital. Mal schauen welche Firmen als nächstes durch Apps ersetzt werden…

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Wir haben gewonnen – Wikimedia vergibt WissensWert Preise an oncampus

Die WikiMedia hat zum zweiten mal den WissensWert Preis vergeben. Eine fachkündige Jury (u.a. iRights.info und netzpolitik.org) hat dann 5 Preisträger bestimmt und der Grund warum ich das hier schreibe, liegt auf der Hand, denn wir haben mit unserem Projektantrag „Barrierefreie YouTube OER Videos“ gewonnen. Doch das ist nicht alles, denn wir haben dank Euch auch noch den Publikumspreis gewonnen und damit noch einmal 2.000 Euro extra bekommen. Das alles kann man sehr gut im Wikimedia Blog nachlesen, daher nun ein paar Hintergrundinfos und Fakten zum Projekt .

Projektidee (aus Antrag kopiert)

„Wir haben etliche animierte akademische Lehrvideos in unserem Portfolio und haben diese schon teilweise auf unserem YouTube Channel www.youtube.com/oncampusfhl unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA Version 3.0 (in Zukunft: CC-BY) als OER veröffentlicht. Youtube hat dabei viele Vorteile, so kann man damit jeden Benutzer, zu jeder Uhrzeit an jedem Ort erreichen, aber auch jedes Device (es sind immer spezielle Apps vorhanden). YouTube bietet aber auch die Möglichkeit Untertitel zeitlich synchronisiert einzubinden, so dass auch Gehörlose das Lernmaterial nutzen könnten. Wir könnten also unsere ca. 150 bestehenden Videos untertiteln und neue einstellen.“

YouTube Channel

Wir haben seit fast 2 Jahren unseren sehr erfolgreichen YouTube Channel http://www.youtube.com/oncampusFHL und dort inzwischen über 180 Videos online. Damit kriegen wir täglich 1.500 Klicks (Summe Ende 2011 knapp 400.000). Im Vergleich zu anderen Hochschulen stehen wir mit dem Angebot sehr gut da und YouTube ist dafür auch eine nahezu perfekte Plattform (obwohl wir ja auch immer hören und lesen, Google sei böse und enteignet seine Kunden). Für YouTube gibt es zu allen Web 2.0 Diensten Schnittstellen und für jedes Betriebssystem und für jede Hardware Unterstützung. Jeder kann überall YouTube Videos anschauen und einbetten, sei es in Moodle oder auf dem Smartphone, es funktioniert immer. Dazu haben wir fast 10mal soviel Aufmerksamkeit auf YouTube, als besipielsweise auf iTunes U. Bei Vimeo, Sevenload und all den anderen Anbietern beträgt der Unterschied sogar das 50fache. YouTube ist quasi alternativlos und vor allem ist es technisch wahnsinnig gut. Das merkt man jedoch erst, wenn man einmal diese Portale vergleicht und benutzt.

Die Creative Commons Lizenz

Wir hatten die Videos bisher unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA Version 3.0 gestellt, Das bedeutet, jeder darf die Videos frei verwenden und remixen, muss jedoch unseren Namen nennen.  Das hört sich zuerst sehr logisch, da wir unseren Konkurrenten nicht unser Material geben wollen, aber nur auf den ersten Blick Denn in der Praxis sind Videos BY-NC fast nicht zu gebrauchen, da man irgendwie fast immer Geld damit verdient, sei es für einen Vortrag, als Schnippsel in einer Collage und als Material in einem Weiterbildungskurs. Dabei könnte das Video auch nur 1/1000 des Kursmaterials darstellen, mit Ausschließklausel Non Commercial (NC) dürfen das nicht einmal Lehrer (die kriegen ja auch Gehalt vom Vater Staat) im Unterricht benutzen. Ob dies wirklich in der Praxis so umgesetzt wird, darf bezweifelt werden, aber wenn man einen Anwalt fragen würde, dann wäre es höchstwahrscheinlich verboten. Da wir jedoch den Lehrer und Lernern keine Schranken auferlegen wollen und keine Angst vor der Konkurrenz haben (die Namensnennung bleibt), haben wir sogar beschlossen die neuen Videos ganz frei ( CC-BY) einzustellen, nämlich nur noch unter Namensnennung. Es lebe das freie Wissen!

Realisierung

Wir müssen allen Videos jetzt einen neuen Abspann geben, der zeigt das die Videos nun unter CC-BY 3.0 versehen sind. Zusätzlich müssen wir mittels CaptionTube allen Videos Untertitel geben. Wir haben dabei mit einer Stunde Bearbeitungszeit pro Video gerechnet. Wenn es schneller geht, schaffen wir halt auch mehr Videos.

Publikumspreis

Neben dem Preis der Jury, gab es auch noch einen Publikumspreis zu gewinnen. Dank Euch haben wir den auch noch „abgeräumt“ und kriegen 2.000 Euro zusätzlich. Natürlich werden wir damit, noch mehr Videos online stellen. Wir sind schon auf der Suche nach neuen und sind auch schon fündig geworden.

Wie geht es weiter?

Jetzt wird erstmal gefeiert (na das ist eigentlich schon vorbei), dann wird getwittert, Facebook und gebloggt (das ist auch erledigt) und dann kommt noch ein Presseartikel und danach kommt Papierkram und dann geht es ab nach Berlin und ich treffe Wikimedia und die anderen Preisträger. Im übrigen hat sich etwas wesentliches geändert, denn schon seit letzter Woche stellen wir nur noch Videos mit der neuen CC-BY Lizenz ein (die sind aber noch nicht freigeschaltet, aber schon auf YouTube).

Wer hat Lust zu helfen?

Wenn jemand Lust hat, diese Videos zu bearbeiten und idealistisch der Welt helfen will und Geld braucht, kann sich gerne bei mir melden. Wir brauchen nämlich noch einen guten Videoprofi, der Lust hat zu schneiden und Videos zu untertiteln. Einfach ne kurze Mail an wittke@fh-luebeck.de

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Connect Extensions damit man nicht vor leeren Räumen warten muss

Wen hat es schon immer gestört, dass er stundenlang den Connect-Raum aktiv beobachten musste und niemand kam herein. Diese Zeiten sind schon lange vorbei, denn es gibt eine Türklingel. Bei den Connect Extensions einfach die Doorbell als swf-Datei runterladen und dann im Freigabe-Pod als Dokument einstellen und freigeben. Jetzt kann der Connect-Raum im Hintergrund laufen und es gibt mittels „Notify on entry“ ein Glockensignal bei Eintritt einer neuen Person, was aber auch manuell ausgelöst werden kann. Jetzt kann man z.B. ganz einfach die Lautsprecher anschalten und nebenbei bügeln oder Kuchen backen, bis die Glocke läutet. Aber denkt bitte daran, das Bügeleisen auszuschalten 😉

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Das ist der Unterschied in der Bildungspolitik

Manche Headlines stimmen einen nachdenklich und machen zum Teil auch Sorgen. Im Ausland wird mächtig in die Bildung investiert vor allem in Asien. Südkorea ist da Vorreiter, denn dort sollen alle Schulbücher bis zum Jahr 2015 komplett digitalisiert werden, damit die Kinder mit Tablets und Smartphones bzw. übers Internet lernen können. Wenn ich nach Deutschland schaue, sehe ich dank dem modernen konservativen Urheberrecht eine Three-Strikes-Regel kommen und die Lehrer werden mittels Schultrojaner überwacht. Das Online-Studium bleibt dank der FDP nun auch auf dem Stand von 1995, denn eine flächendeckende Grundversorgung mit Breitband wird es nicht geben. Dies regelt der Markt angeblich von alleine. Man brauch nur einmal nach Mecklenburg-Vorpommern fahren und fragen, wie schnell es sich regelt. In Südkorea hatten übrigens schon 2007 über 90% Breitband und wir sind immer noch bei ca. 50% und unser Ziel für 2014 sind 75%. Deutschland ist ein Zukunftsland…